40. SSW – 40. Schwangerschaftswoche

Von Michael Schöttler · 11. Januar 2021 · Aktualisiert 6. Juli 2026

Themenschwerpunkt: Papa werden

Vater packt Babykleidung in Kliniktasche, schwangere Frau steht daneben, Kind spielt im Wohnzimmer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 40. SSW liegt rund um den errechneten Termin – ein paar Tage Warten ist bei guten Kontrollen oft normal.
  • Unterleibsschmerzen, ein harter Bauch und Stechen können Vorboten sein; Warnzeichen wie Blutungen, Fieber oder weniger Kindsbewegungen sollten abgeklärt werden.
  • Bei Blasensprung ohne Wehen: Uhrzeit, Farbe und Geruch merken und direkt Hebamme oder Klinik kontaktieren.
  • Wehen fördern heißt sanft unterstützen, nicht erzwingen – Druck hilft weder Mutter noch Baby.
  • Als Papa bist du jetzt Anker: ruhig bleiben, praktisch helfen, zuhören und im Zweifel medizinischen Rat einholen.

Die 40. SSW fühlt sich für viele werdende Papas an wie Warten am Bahnsteig ohne Anzeigetafel – jeden Moment kann es losgehen, aber niemand sagt dir, wann. Wenn du dich gerade auf das Papa-Werden vorbereitest, findest du in unserer Kategorie Papa werden noch mehr Orientierung für diese intensive Zeit.

Ich kenne dieses Kribbeln aus eigener Erfahrung mit meinen drei Söhnen: Man will helfen, aber nicht nerven; bereit sein, aber nicht in Panik verfallen. Genau deshalb schreibe ich dir hier auf, was in SSW 40 wirklich wichtig ist – medizinisch sauber eingeordnet und praktisch aus Papa-Sicht.

Was bedeutet die 40. SSW eigentlich für euch als Paar?

Die 40. SSW ist die Woche, auf die ihr monatelang hingefiebert habt: Der errechnete Geburtstermin liegt rund um diese Zeit. Wichtig ist aber: Dieser Termin ist kein Ablaufdatum. Viele Babys kommen in den Tagen davor oder danach, und genau diese Unsicherheit ist für uns Papas oft schwer auszuhalten.

Wenn jemand von „40+3 SSW“, „40+5 SSW“ oder „SSW 40+6“ spricht, meint er meist die Tage nach dem errechneten Termin. Medizinisch wird dann sehr genau geschaut, ob Baby, Plazenta und Fruchtwasser weiter unauffällig sind. Solange die Kontrollen gut sind, ist Warten nicht automatisch gefährlich.

Die Frage „40. SSW: welcher Monat?“ lässt sich alltagstauglich so beantworten: Ihr seid am Ende der Schwangerschaft, im zehnten Schwangerschaftsmonat. Der Bauch in der 40. SSW ist oft maximal gespannt, die Bewegungen fühlen sich wegen des knappen Platzes anders an, sollten aber weiterhin wahrnehmbar bleiben.

  • 51 cmdurchschnittliche Geburtslänge laut Ausgangswert
  • 3.400 gdurchschnittliches Geburtsgewicht laut Ausgangswert
  • 15 %Körpergewicht als Fettreserve beim reifen Baby

Wie geht es dem Baby in der 40. SSW?

Das Baby ist jetzt grundsätzlich geburtsbereit. In der 40. SSW wächst es meist kaum noch in die Länge und nimmt nur noch wenig zu. Viel entscheidender als ein Durchschnittswert ist jetzt, ob es bei den Kontrollen gut versorgt wirkt, ob die Herztöne passen und ob genügend Fruchtwasser vorhanden ist.

Die Fettreserven helfen eurem Kind nach der Geburt, die Körpertemperatur zu halten. Auch Flüssigkeitsreserven und gespeicherte Energie werden wichtig, weil die ersten Stunden nach der Geburt für das Baby eine enorme Umstellung sind: Atmen, Trinken, Temperatur halten, ankommen.

Ich habe bei meinen Söhnen gemerkt, wie sehr man sich an Zahlen klammert: Gewichtsschätzung, Termin, Zentimeter. Rückblickend war für mich wichtiger, ruhig zu bleiben und die Bewegungen im Bauch ernst zu nehmen. Wenn deine Partnerin sagt, dass sich etwas deutlich anders anfühlt, ist das kein Drama, sondern ein Grund, Hebamme oder Klinik kurz einzubinden.

Welche Beschwerden sind in SSW 40 normal und wann sollte ich reagieren?

Unterleibsschmerzen in der 40. SSW, ein Ziehen wie Regelschmerzen oder ein harter Bauch sind häufige Vorboten. Der Körper arbeitet, der Gebärmutterhals kann weicher werden, das Köpfchen drückt tiefer ins Becken. Auch ein Stechen in der Scheide in der 40. SSW oder Druck nach unten und Stechen in der Scheide können durch Druck auf Nerven und Gewebe entstehen.

Trotzdem gilt: Ich würde Beschwerden nie wegwischen. Übelkeit in SSW 40, Kopfschmerzen in der 40. SSW oder plötzliches starkes Unwohlsein sollten ernst genommen werden, besonders wenn Sehstörungen, Oberbauchschmerzen, Schwindel, Fieber, Blutungen oder deutlich weniger Kindsbewegungen dazukommen. Dann lieber einmal zu früh in der Klinik anrufen.

Viele Frauen beschreiben echte Wehen anders als Übungswehen: Sie kommen regelmäßiger, werden stärker, lassen sich durch Positionswechsel oder warmes Duschen nicht einfach abschalten und ziehen oft vom Rücken nach vorn. Unterleibsschmerzen in der 40. SSW, aber keine Wehen, sind dagegen eher unregelmäßig und verändern sich häufig bei Ruhe, Bewegung oder Wärme.


Welche Geburtsanzeichen in der 40. SSW sind wirklich typisch?

Schwangere packt Babykleidung in Kliniktasche, daneben Babydecke, Kuscheltier und ein Kind im Zimmer.
Kurz vor der Geburt hilft eine vorbereitete Kliniktasche, bei typischen Anzeichen wie Wehen oder Blasensprung ruhig zu bleiben.

Zu den klassischen Geburtsanzeichen in der 40. SSW gehören regelmäßige Wehen, der Abgang des Schleimpfropfs, Durchfall, innere Unruhe, stärkerer Druck nach unten, Rückenschmerzen und manchmal ein klarer Blasensprung. Manche Frauen werden kurz vorher auffällig aktiv, andere wollen nur noch schlafen. Beides kann normal sein.

Wenn der Schleimpfropf in der 40. SSW abgegangen ist, fragen viele: Wie lange noch? Die ehrliche Antwort: Es kann bald losgehen, muss aber nicht. Bei uns war dieses Warten mental fast anstrengender als jede Checkliste. Ich habe gelernt, nicht jedes Zeichen zu interpretieren, sondern Muster zu beobachten: Wird es regelmäßiger, stärker, eindeutiger?

Wie schnell sich der Gebärmutterhals in der 40. SSW verkürzt, ist individuell. Bei manchen passiert tagelang wenig, dann innerhalb weniger Stunden sehr viel. Bei anderen ist der Muttermund schon etwas geöffnet und trotzdem dauert es noch. Deshalb sind einzelne Befunde wie „40. SSW, keine Wehen und Muttermund geschlossen“ kein Grund, sich in ein Körper-versagt-Gefühl hineinzusteigern.

Was tun bei Blasensprung ohne Wehen in der 40. SSW?

Ein Blasensprung ohne Wehen in der 40. SSW ist ein Moment, in dem ich als Papa nicht diskutieren, sondern sortieren würde. Merkt euch Uhrzeit, Farbe, Geruch und Menge der Flüssigkeit. Fruchtwasser ist oft klar oder leicht rosig und läuft manchmal schwallartig, manchmal eher tröpfelnd nach.

Die Frage „40. SSW, Blasensprung: wann ins Krankenhaus?“ beantwortet am sichersten eure Hebamme oder Geburtsklinik, weil Lage des Babys, bisheriger Verlauf und Befunde wichtig sind. Ruft direkt dort an und beschreibt die Situation. Wenn das Fruchtwasser grünlich, bräunlich oder übel riechend ist oder deine Partnerin Schmerzen, Fieber oder Unsicherheit hat, würde ich nicht abwarten.

Praktisch heißt das: Lege eine wasserdichte Unterlage ins Auto, nimm Mutterpass, Versichertenkarte, Kliniktasche und Handy-Ladekabel mit. Wenn euch gesagt wurde, dass der Kopf nicht fest im Becken liegt, fragt ausdrücklich nach, ob deine Partnerin liegend transportiert werden soll. Das ist kein Panikthema, sondern saubere Vorsorge.

Wie kann man in der 40. SSW Wehen fördern, ohne Quatsch zu machen?

Schwangere in der 40. SSW steht im Wohnzimmer, Partner hält ihren Bauch, Kind spielt am Boden.
Sanfte Bewegung, Ruhe und Unterstützung können in der 40. SSW helfen, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Wehen fördern in der 40. SSW, Wehen anregen in der 40. SSW oder keine Wehen in der 40. SSW sind typische Suchanfragen, weil Warten nervt. Ich verstehe das sehr gut. Trotzdem: Wehen lassen sich nicht seriös erzwingen, wenn Baby und Körper noch nicht bereit sind. Was helfen kann, ist sanftes Unterstützen statt brachiales Anschieben.

Spaziergänge, Treppen in Maßen, warmes Baden, Entspannung, Nähe und Sex werden häufig genannt. Entscheidend ist: nur, wenn nichts medizinisch dagegen spricht, die Fruchtblase intakt ist oder Hebamme/Ärztin grünes Licht geben. Bei Sex wird oft auf Prostaglandine in der Samenflüssigkeit verwiesen; trotzdem ist das kein Muss und schon gar kein Papa-Projekt mit Erwartungsdruck.

Meine klare Papa-Regel: Alles, was deine Partnerin stärkt, darf auf die Liste. Alles, was sie stresst, fliegt raus. Wenn sie keine Lust auf Bewegung, Berührung oder gut gemeinte Hausmittel hat, ist das zu respektieren. Gerade am Ende der Schwangerschaft braucht sie Selbstbestimmung, nicht einen Mann mit Stoppuhr und Geburtsturbo-Plan.


Was mache ich als Papa Schritt für Schritt, wenn es losgeht?

Ich bin ein Freund von einfachen Abläufen, weil mein Kopf unter Adrenalin nicht besser wird. Schritt eins: ruhig bleiben und die Situation benennen. Sind es regelmäßige Wehen? Ist Fruchtwasser abgegangen? Gibt es Blutungen oder andere Warnzeichen? Schritt zwei: Hebamme oder Klinik kontaktieren, wenn ihr unsicher seid oder klare Geburtszeichen da sind.

Schritt drei: Aufgaben übernehmen. Deine Partnerin sollte nicht suchen müssen. Mutterpass, Ausweis, Versichertenkarte, Kliniktasche, Snacks, Wasser, Handys, Ladekabel und Babyschale gehören griffbereit. Prüfe den Fahrtweg und plane lieber ohne Heldeneinlage. Es geht nicht darum, Rekorde zu brechen, sondern sicher anzukommen.

Schritt vier: im Kreißsaal präsent sein. Frag nicht alle fünf Minuten, ob es noch geht. Biete Wasser an, erinnere an Atmung, halte Blickkontakt, übersetze Wünsche ans Team und sei still, wenn Ruhe gerade hilfreicher ist. Ich habe gelernt: Ein guter Geburtsbegleiter ist kein Manager, sondern ein verlässlicher Anker.

Welche häufigen Fehler in der 40. SSW kann ich vermeiden?

Vater misst Wehen per Smartphone, während eine Hochschwangere auf dem Sofa sitzt und ein Kind am Boden spielt.
In der 40. SSW hilft gute Vorbereitung, Ruhe zu bewahren und häufige Fehler bei Wehen oder Blasensprung zu vermeiden.

Der erste Fehler ist Googeln im Minutentakt. Natürlich suchst du nach „40. SSW: Wahrscheinlichkeit Geburt“, „Wie fühlen sich Wehen in der 40. SSW an?“ oder „Ursachen Totgeburt in der 40. SSW“, wenn du Angst hast. Aber Suchergebnisse ersetzen keine individuelle Einschätzung. Bei echter Sorge ist ein Anruf in der Klinik besser als zehn Forenbeiträge.

Der zweite Fehler ist Druck. Sätze wie „Jetzt muss es doch langsam losgehen“ oder „Stell dich nicht so an“ helfen niemandem. Auch ständiges Nachfragen aus der Familie kann belasten. Ich habe bei uns irgendwann klare Kommunikation übernommen: Wir melden uns, wenn es Neuigkeiten gibt. Das hat meiner Frau Ruhe verschafft.

Der dritte Fehler ist, Warnzeichen zu verniedlichen. Leichte Beschwerden sind häufig, aber starke Kopfschmerzen, auffällige Blutungen, Fieber, grünliches Fruchtwasser oder deutlich weniger Bewegungen gehören abgeklärt. Eine kurze Kontrolle ist kein Versagen und keine Übertreibung, sondern verantwortungsvolles Elternsein.

Wie läuft die Kontrolle nach dem errechneten Termin ab?

Nach Erreichen des errechneten Geburtstermins werden die Kontrollen in der Regel engmaschiger. Im bestehenden medizinischen Ablauf ist oft von Untersuchungen etwa alle zwei Tage die Rede. Dabei geht es unter anderem um Herztöne, Fruchtwasser, Versorgung, Befinden deiner Partnerin und darum, ob sich der Muttermund oder Gebärmutterhals verändert.

Wenn das Baby auch mehrere Tage nach Termin noch nicht geboren ist, wird weiter individuell entschieden. Ab etwa zehn Tagen nach Termin können tägliche Kontrollen vorgesehen sein. Spätestens Richtung Ende der 42. Schwangerschaftswoche wird meist nicht mehr einfach weiter gewartet, sondern über Einleitung oder andere medizinische Schritte gesprochen.

Wichtig ist mir: Einleitung ist kein Scheitern. Kaiserschnitt ist kein Scheitern. Abwarten unter Kontrolle ist ebenfalls kein Leichtsinn. Ihr braucht ein Team, das erklärt, warum welcher Schritt empfohlen wird. Als Papa darfst du Fragen notieren: Wie viel Fruchtwasser ist da? Wie sind die Herztöne? Was spricht fürs Warten, was fürs Einleiten?

Bereit für die Geburt?

In unserer Papa-werden-Rubrik findest du weitere Orientierung für die letzten Tage vor der Geburt und die erste Zeit mit Baby.

Mehr für werdende Papas lesen

Was zählt jetzt wirklich in den letzten Stunden oder Tagen?

In der 40. SSW zählt weniger Perfektion als Ruhe. Deine Partnerin braucht Schlaf, kleine Mahlzeiten, Flüssigkeit, Sicherheit und das Gefühl, nicht beobachtet zu werden wie ein Countdown. Wenn sie Nestbau-Energie hat, bremse liebevoll mit Pausen. Eine Geburt kann lange dauern; Kraft vorher zu sparen, ist klug.

Ich würde die letzten Stunden zu zweit bewusst einfach halten: zusammen essen, eine Serie schauen, einen kurzen Spaziergang machen, noch einmal durchatmen. Nicht als romantische Pflichtveranstaltung, sondern als Gegenpol zur Anspannung. Das Baby kommt nicht schneller, nur weil alle nervös sind.

Und wenn du gerade selbst unruhig bist: Das ist normal. Du wirst Papa, nicht Geburtsroboter. Deine Aufgabe ist nicht, alles zu kontrollieren. Deine Aufgabe ist, da zu sein, Warnzeichen ernst zu nehmen, praktische Dinge zu regeln und deiner Partnerin zu zeigen: Wir gehen da gemeinsam durch.

Was ich dir rate

Mein Papa-Tipp: Legt jetzt einen klaren Geburtsplan für den Alltag fest: Wer fährt, wer informiert die Familie, wo liegen Mutterpass und Kliniktasche, und wann ruft ihr die Klinik an. Das nimmt Druck raus, wenn es ernst wird.

Häufige Fragen

40. SSW: Welcher Monat ist das?

Die 40. SSW liegt am Ende der Schwangerschaft, rund um den errechneten Geburtstermin. Alltagssprachlich ist das der zehnte Schwangerschaftsmonat. Angaben wie 40+5 bedeuten meist fünf Tage nach dem errechneten Termin.

40. SSW Blasensprung: Wann ins Krankenhaus?

Ruft bei Blasensprung immer eure Hebamme oder Geburtsklinik an und beschreibt Uhrzeit, Farbe, Geruch und Menge. Bei grünlichem Fruchtwasser, Blut, Fieber, Schmerzen oder Unsicherheit solltet ihr nicht abwarten.

Sind Unterleibsschmerzen wie Regelschmerzen in der 40. SSW normal?

Ja, das kann vorkommen. Ziehen wie Regelschmerzen, Druck nach unten oder ein harter Bauch können Vorboten sein. Werden Schmerzen stark oder regelmäßig oder kommen Warnzeichen dazu, lasst es medizinisch abklären.

Schleimpfropf in der 40. SSW abgegangen: Wie lange noch?

Der Schleimpfropf kann kurz vor der Geburt abgehen, aber auch schon Tage vorher. Entscheidend sind regelmäßige, stärker werdende Wehen, Blasensprung oder andere klare Geburtszeichen.

Wie kann man in der 40. SSW Wehen fördern?

Sanfte Bewegung, Entspannung, Wärme oder Nähe können unterstützen, wenn medizinisch nichts dagegen spricht. Erzwingen lassen sich Wehen aber nicht. Bitte keine Hausmittel ohne Rücksprache mit Hebamme oder Arzt anwenden.

Wie machst du das als Papa?

Tausch dich mit anderen Vätern (und Müttern, die die Papa-Sicht suchen) in unserer Community aus.

Zur Community
Michael Schöttler

Michael Schöttler

Gründer von papa.de. Vater von drei Jungs, Unternehmer und dein Wegbegleiter durch alle Phasen des Vaterseins.

Mehr über Michael →

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich am Preis nichts.