Kinderkleidung: Größen, Kaufberatung und Papa-Tipps

Von Michael Schöttler · 30. April 2020 · Aktualisiert 6. Juli 2026

Themenschwerpunkt: Kleinkind

Eltern sortieren Babykleidung nach Größen, während ein Kleinkind im hellen Zimmer spielt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinderkleidung sollte zuerst alltagstauglich, bequem und sicher sein – die Optik kommt danach.
  • Die richtige Größe orientiert sich an der Körpergröße, fällt je nach Marke aber unterschiedlich aus.
  • Secondhand-Kinderkleidung lohnt sich besonders bei kurz getragenen Baby- und Kleinkindgrößen.
  • Beim Sale spart man nur wirklich, wenn man gezielt nach fehlenden Teilen kauft.
  • UV-, Winter- und Kita-Kleidung müssen zur Situation passen und Selbstständigkeit erleichtern.

Kinderkleidung klingt erst einmal harmlos – bis man morgens mit einem trotzigen Kleinkind, einer zu kurzen Hose und nur noch einer sauberen Socke im Flur steht. In unserer Kleinkind-Zeit habe ich gelernt, dass gute Kleidung nicht nur süß aussehen darf, sondern vor allem Familienalltag retten muss.

Ich bin Michael, Vater von drei Söhnen, und ich habe vom Body-Stapel über Matschhosen bis zur festlichen Kinderkleidung für Familienfeiern schon alles sortiert, gekauft, vererbt und wieder verkauft. Hier kommt mein ehrlicher Leitfaden, damit du weniger Fehlkäufe machst und dein Kind trotzdem gut angezogen ist.

Warum ist Kinderkleidung mehr als nur eine Frage des Geschmacks?

Kinderkleidung muss im Familienalltag deutlich mehr können als hübsch aussehen. Sie soll Bewegungen mitmachen, nach dem Waschen nicht aus der Form geraten, bei Kälte warmhalten, bei Sonne schützen und morgens keinen Streit auslösen. Ich habe mit meinen drei Jungs gelernt: Das beste Shirt ist nicht das teuerste, sondern das, das das Kind freiwillig anzieht und das nach dem Kindergarten noch lebt.

Gerade im Kleinkindalter wechseln Größen schnell. Gefühlt kauft man heute eine Hose, und zwei Wachstumsschübe später sieht sie aus wie eine Caprihose. Deshalb plane ich Kinderkleidung inzwischen wie einen kleinen Werkzeugkasten: wenige gute Basisteile, passende Wechselkleidung und nur gezielte Extras für Wetter, Kita oder Familienfeste.

Bei der Suche nach Kinderkleidung landet man schnell bei großen Shops, Angeboten wie H&M Sale, C&A Bekleidung, Next Kinderkleidung oder Suchanfragen wie „Kinderkleidung in meiner Nähe“. Das ist praktisch, aber auch verführerisch. Ein Warenkorb ist schnell voll, nur fehlt dann manchmal genau das, was im Alltag wirklich gebraucht wird: robuste Hosen, bequeme Shirts, wetterfeste Jacken und Kleidung, die Kinder allein an- und ausziehen können.


Welche Größen für Kinderkleidung passen wirklich?

Die Größen für Kinderkleidung orientieren sich in Deutschland meist an der Körpergröße in Zentimetern. Größe 104 bedeutet also: ungefähr passend für Kinder bis etwa 104 cm Körpergröße. Das ist praktisch, aber nicht perfekt. Ein schmales Kind kann in 104 versinken, während ein kräftigeres Kind bei gleicher Körpergröße schon 110 braucht.

Ich messe meine Kinder nicht jeden Monat akribisch, aber vor größeren Käufen stelle ich sie kurz barfuß an die Wand. Dann weiß ich, ob der nächste Einkauf eher Übergang oder Vorrat ist. Besonders bei Jacken, Schneeanzügen und festlicher Kinderkleidung lohnt sich das, weil Fehlkäufe hier teurer und nerviger sind.

Welche Größentabelle hilft als Orientierung?

Diese Tabelle ist eine Orientierung, keine Vorschrift. Wachstum läuft nicht linear, und Marken fallen unterschiedlich aus. H&M Online Deutschland, C&A Kinderkleidung, dm Kinderkleidung, Next Kinderkleidung oder kleinere Labels können bei gleicher Größe spürbar anders sitzen.

KleidergrößeAlter grobKörpergröße
44Frühchen38–44 cm
50Frühchen / erste Woche44–50 cm
56erste Wochen51–56 cm
62Säugling57–62 cm
68Säugling63–68 cm
74Säugling69–74 cm
80Säugling75–80 cm
86Kleinkind81–86 cm
92Kleinkind87–92 cm
98ca. 1 Jahr und älter93–98 cm
104ca. 1–2 Jahre99–104 cm
110ca. 2–3 Jahre105–110 cm
116ca. 3–4 Jahre111–116 cm
122ca. 5–6 Jahre117–122 cm
128ca. 6–7 Jahre123–128 cm
134ca. 7–8 Jahre129–134 cm
140ca. 8–9 Jahre135–140 cm
146ca. 9–10 Jahre141–146 cm
152ca. 10–11 Jahre147–152 cm
158ca. 11–12 Jahre153–158 cm
164ca. 12–13 Jahre159–164 cm
170Jugendliche165–170 cm

Wie kaufe ich Kinderkleidung Schritt für Schritt ohne Fehlkäufe?

Ich starte nicht im Shop, sondern am Kleiderschrank. Das klingt langweilig, spart aber Geld. Einmal alles raus, nach Größe sortieren, zu kleine Teile aussortieren und notieren, was wirklich fehlt. Gerade beim Kinderkleidung-Sale kauft man sonst schnell das fünfte süße Sweatshirt, während keine passende Regenhose im Haus ist.

Danach teile ich die Garderobe in Alltag, Wetter und besondere Anlässe. Alltag heißt: Shirts, Hosen, Unterwäsche, Socken, Schlafanzüge. Wetter heißt: Matschhose, Regenjacke, Fleece, Sonnenhut, UV-Kinderkleidung, Winterjacke. Besondere Anlässe sind zum Beispiel Kinderkleidung für Hochzeit, Taufe, Einschulung oder Familienfeier.

Meine einfache Reihenfolge sieht so aus:

  • Bestand prüfen: Was passt, was ist kaputt, was wird nie getragen?
  • Bedarf notieren: Nicht „irgendwas“, sondern konkrete Teile und Größen.
  • Budget setzen: Günstige Kinderkleidung ist gut, wenn sie nicht nach drei Wäschen unbrauchbar ist.
  • Erst gebraucht schauen: Secondhand-Kinderkleidung lohnt sich besonders bei kaum getragenen Größen.
  • Neu gezielt kaufen: Schuhe, Funktionskleidung, Unterwäsche und Lieblingsteile lieber passend und hochwertig.
  • Etiketten prüfen: Waschbarkeit, Material, Knöpfe, Reißverschlüsse und Nähte kurz kontrollieren.

Wenn ich online kaufe, bestelle ich ungern wild mehrere Größen „auf Verdacht“. Retouren kosten Zeit, Nerven und Ressourcen. Besser ist es, eine gut passende Hose oder ein Shirt auszumessen und mit der Größentabelle des Shops zu vergleichen. Das hilft mehr als die reine Angabe „Größe Kinderkleidung 110“.


Wann lohnt sich neue, günstige oder Secondhand-Kinderkleidung?

Vater probiert einem Kleinkind eine bunte Jacke an, daneben liegen gefaltete Kinderkleider auf einer Bank.
Ob neu, günstig oder gebraucht: Kinderkleidung sollte gut passen, alltagstauglich sein und zum Familienbudget passen.

Secondhand-Kinderkleidung ist für mich kein Notnagel, sondern oft die klügste Lösung. Babys und Kleinkinder tragen viele Sachen nur kurz. Bodys, Pullover, Jacken, Schneeanzüge oder festliche Kleidung sind gebraucht häufig in gutem Zustand, weil sie kaum Zeit hatten, richtig zu verschleißen.

Neue Kleidung kaufe ich vor allem dort, wo Passform, Hygiene oder Sicherheit wichtiger sind. Dazu gehören Unterwäsche, Socken, Lauflernschuhe, Sportschuhe und Teile, die stark beansprucht werden. Bei Schuhen bin ich besonders vorsichtig: Wenn ein Schuh bereits auf einen anderen Fuß eingelaufen ist, kann er für das nächste Kind ungünstig sitzen.

Günstige Kinderkleidung ist nicht automatisch schlecht. Ich schaue aber genauer hin: Sind Nähte sauber? Riecht das Teil stark chemisch? Ist der Stoff sehr dünn? Lassen sich Druckknöpfe gut öffnen? Bei C&A Online-Shop Sale, H&M Sale, dm Kinderkleidung oder anderen Angeboten kann man gute Schnäppchen machen, wenn man nicht nur nach Preis, sondern nach Alltagstauglichkeit entscheidet.

Wo finde ich Kinderkleidung in meiner Nähe oder online sinnvoll?

„Kinderkleidung in meiner Nähe“ ist eine gute Suche, wenn man schnell etwas braucht oder Größen direkt anprobieren will. Lokale Läden, Kaufhäuser, Kinderbasare und Flohmärkte haben einen großen Vorteil: Ich sehe sofort, ob die Hose wirklich passt und ob der Reißverschluss hakt. Gerade bei Jacken, Schuhen und festlicher Kinderkleidung spart das viele Rücksendungen.

Online ist die Auswahl größer. H&M Online Deutschland, Next Kinderkleidung, C&A Kinderkleidung, Amazon, Otto und kleinere Shops decken fast jeden Stil ab. Ich nutze Onlinekäufe gern für Basics, wenn ich die Marke schon kenne. Bei neuen Marken lese ich Größenhinweise und Bewertungen aufmerksam, weil „fällt klein aus“ oder „sehr schmal geschnitten“ im Familienalltag Gold wert sein kann.

Für Secondhand-Kindermode funktionieren Kinderbasare, lokale Gruppen, Kleinanzeigen und Plattformen für gebrauchte Kleidung gut. Wenn jemand schreibt „Kinderkleidung zu verkaufen“ oder „verkaufe Kinderkleidung“, frage ich nach Zustand, Größenmix, Flecken, Tierhaushalt und ob die Kleidung frisch gewaschen ist. Bei Paketen lasse ich mir lieber ein paar Detailfotos schicken, statt nur ein großes Foto vom Wäscheberg zu akzeptieren.

Welche Kinderkleidung braucht mein Kind für Kita, Spielplatz und Alltag?

Vater sortiert Kinderkleidung im Schrank, zwei Kinder stehen im Zimmer daneben.
Für Kita, Spielplatz und Alltag hilft ein gut sortierter Kleiderschrank mit passenden Wechselteilen.

Für Kleinkinder ist Kleidung dann gut, wenn sie Selbstständigkeit erleichtert. In der Kita zählt jede Minute: Hosen mit weichem Bund sind besser als komplizierte Gürtel, Jacken mit gut greifbarem Reißverschluss besser als hakelige Knöpfe. Mein jüngster Sohn war in der Phase, in der „alleine!“ wichtiger war als jedes modische Detail.

Ich setze im Alltag auf kombinierbare Basics. Ein Kinderkleidungs-Set kann praktisch sein, wenn Oberteil und Hose wirklich zu anderen Sachen passen. Noch besser finde ich aber einen kleinen Fundus aus neutralen Hosen, bunten Shirts, bequemen Pullis und wetterfesten Außenteilen. So ist es egal, wenn morgens nur noch das Dinosaurier-Shirt akzeptiert wird.

Für den Kindergarten packe ich Wechselwäsche bewusst schlicht. Da müssen keine Lieblingsstücke liegen, die am Ende verschwinden oder voller Farbe sind. Namensetiketten helfen enorm, vor allem bei Mützen, Handschuhen, Jacken und Matschkleidung. Ich habe schon genug herrenlose blaue Regenhosen gesehen, um zu wissen: Ohne Namen wird es Glücksspiel.

Was muss ich bei UV-Kinderkleidung, Winterkleidung und Sicherheit beachten?

UV-Kinderkleidung ist besonders bei Strandurlaub, Freibad und langen Sommertagen sinnvoll. Ein UV-Shirt ersetzt nicht jedes Eincremen, aber es schützt Schultern, Rücken und Bauch verlässlicher als ein normales nasses Baumwollshirt. Wichtig ist, dass das Teil bequem sitzt, nicht scheuert und nach dem Baden schnell trocknet.

Im Winter geht es um Schichten statt um ein einziges Super-Kleidungsstück. Ich ziehe meinen Kindern lieber mehrere passende Lagen an: Unterhemd, Shirt, Fleece oder Sweatshirt, darüber wetterfeste Jacke. So kann in der Kita, im Auto oder im Supermarkt etwas ausgezogen werden, ohne dass das Kind komplett überhitzt.

Sicherheitsdetails werden oft unterschätzt. Lange Kordeln an Kapuzen, schlecht sitzende Schals oder zu große Jacken können beim Spielen stören. Für Kleinkinder bevorzuge ich Schlupfschals, gut sitzende Mützen und Kleidung ohne baumelnde Bänder. Reflektoren an Jacken, Schuhen oder Ranzen sind in der dunklen Jahreszeit ein echtes Plus.

Welche Fehler machen Eltern beim Kleidungskauf am häufigsten?

Vater sortiert Kinderkleidung auf dem Tisch, während ein Kleinkind im Wohnzimmer spielt.
Vor dem Kleidungskauf hilft ein genauer Blick auf vorhandene Größen, Passform und Alltagstauglichkeit.

Der erste Fehler ist Vorratskauf ohne Plan. Ich habe früher auch gedacht: „Ach, die Hose passt bestimmt irgendwann.“ Dann lag sie zwei Jahre im Schrank und war in der falschen Saison endlich passend. Kinder wachsen nicht passend zum Sale-Kalender, deshalb kaufe ich Saisonware nur mit überschaubarem Vorlauf.

Der zweite Fehler ist, Kinder gar nicht einzubeziehen. Natürlich entscheiden Kleinkinder nicht allein über Budget und Funktion. Aber wenn ein Kind ein Material kratzig findet oder eine enge Jeans hasst, wird das Teil im Schrank bleiben. Ich lasse meine Kinder bei Farben oder Motiven mitreden, während ich über Passform und Wettertauglichkeit entscheide.

Der dritte Fehler ist falsche Sparsamkeit. Sehr billige Kleidung, die schnell ausleiert, ist am Ende nicht günstig. Gleichzeitig muss nicht jedes Teil neu sein. Die Mischung macht es: Secondhand für kurz getragene Stücke, gute Qualität bei stark belasteten Teilen und ein paar Lieblingsteile, die morgens Diskussionen verhindern.

Mehr Alltagshilfe für die Kleinkindzeit?

Auf papa.de findest du praktische Ratgeber, die dir Entscheidungen im Familienalltag leichter machen.

Zur Kleinkind-Kategorie

Wie kann ich Kinderkleidung verkaufen, verschenken oder nachhaltig weitergeben?

Wenn Kleidung zu klein wird, sortiere ich sie möglichst zeitnah aus. Bleibt sie monatelang im Keller, wird sie vergessen oder bekommt Stockflecken. Ich mache drei Stapel: verkaufen, verschenken oder spenden. Kaputte Kleidung kommt nicht automatisch in den Müll; manche Teile taugen noch als Bastelstoff, Putzlappen oder Ersatzknopf-Lager.

Kinderkleidung verkaufen klappt am besten, wenn sie sauber, nach Größen sortiert und ehrlich beschrieben ist. Begriffe wie „Kinderkleidung Verkauf“, „Secondhand-Kinderkleidung“, „Kinderkleidung zu verkaufen“ oder „Verkaufe Kinderkleidung“ funktionieren in Anzeigen, aber entscheidend sind gute Fotos und klare Angaben. Flecken, kleine Löcher oder fehlende Knöpfe sollte man nicht verschweigen.

Nachhaltigkeit beginnt für mich nicht erst beim Verkauf, sondern beim Kauf. Wenn ich ein Teil so auswähle, dass es danach noch ein Geschwisterkind, ein Nachbarskind oder eine andere Familie tragen kann, hat es seinen Zweck besser erfüllt. Kinderkleidung muss nicht perfekt bleiben, aber sie sollte so gekauft und gepflegt werden, dass sie mehr als eine kurze Saison schafft.

Was ich dir rate

Meine Empfehlung: Kaufe Kinderkleidung nach Bedarf statt nach Laune. Erst den Schrank prüfen, dann Größen messen, danach Secondhand, Sale und Neukauf sinnvoll kombinieren.

Häufige Fragen

Wie finde ich die richtige Größe für Kinderkleidung?

Kinderkleidung orientiert sich meist an der Körpergröße in Zentimetern. Miss dein Kind barfuß und wähle bei Unsicherheit lieber die nächste Größe, besonders bei Jacken und Hosen.

Ist Secondhand-Kinderkleidung sinnvoll?

Secondhand-Kinderkleidung lohnt sich besonders bei Babys und Kleinkindern, weil viele Teile nur kurz getragen werden. Schuhe, Unterwäsche und stark beanspruchte Funktionskleidung kaufe ich eher neu.

Wo bekomme ich Kinderkleidung günstig?

Günstige Kinderkleidung findest du im Sale, bei Kinderbasaren, lokalen Gruppen, Kleinanzeigen und Secondhand-Plattformen. Wichtig ist, nicht nur auf den Preis, sondern auf Zustand, Material und Passform zu achten.

Welche Kinderkleidung passt für eine Hochzeit?

Für eine Hochzeit sollte Kinderkleidung festlich, aber bequem sein. Kinder brauchen Bewegungsfreiheit, weiche Stoffe und am besten Ersatzkleidung, falls beim Essen oder Spielen etwas daneben geht.

Braucht mein Kind UV-Kinderkleidung?

UV-Kinderkleidung ist bei starker Sonne, Strand, Freibad und Urlaub sehr sinnvoll. Sie schützt bedeckte Hautbereiche zuverlässiger als normale nasse Kleidung, ersetzt aber nicht Sonnencreme an freien Stellen.

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Michael Schöttler

Gründer von papa.de. Vater von drei Jungs, Unternehmer und dein Wegbegleiter durch alle Phasen des Vaterseins.

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