Ich hatte drei Monate Elternzeit und muss nächste Woche wieder Vollzeit arbeiten. Diese drei Monate waren die intensivste und schönste Zeit meines Lebens. Jetzt habe ich ein richtig schlechtes Gewissen, meinen Sohn tagsüber kaum noch zu sehen, und Angst, dass die Bindung wieder abflacht und er mich als den erlebt, der abends nur kurz da ist. Wie seid ihr mit diesem Übergang umgegangen?
Zurück im Job nach der Elternzeit - schlechtes Gewissen
Gestartet von schrauberbude · 8. Juni 2026
Der Übergang ist hart, bei mir war das ganz genauso, ich habe die erste Woche im Büro halb neben mir gestanden.
Was mir wirklich geholfen hat, waren feste Rituale, die unabhängig von der Arbeit immer mir gehören. Ich bin morgens bewusst derjenige, der ihn wickelt und anzieht, auch wenn ich dafür zwanzig Minuten früher aufstehe. Und abends gehört die Zeit vor dem Schlafen kompromisslos uns zwei: Handy in einem anderen Raum, volle Aufmerksamkeit.
Es geht wirklich um Qualität und vor allem um Verlässlichkeit, nicht um die reine Stundenzahl. Die Bindung flacht nicht ab, solange dieser eine verlässliche Anker jeden Tag da ist.
Das schlechte Gewissen kenne ich zu gut, und ehrlich gesagt begleitet es einen in verschiedenen Formen immer wieder. Was mir hilft: Ich erinnere mich daran, dass ich auch arbeite, um dieser Familie ein gutes Leben zu ermöglichen. Dein Sohn spürt vor allem, dass du präsent und zugewandt bist, wenn du da bist.
> abends gehört die Zeit vor dem Schlafen kompromisslos uns zwei
Genau das nehme ich mir vor, @eckensteherMS_79, vor allem das mit dem Handy im anderen Raum. Und der Gedanke von @rasenmähermann, dass Verlässlichkeit mehr zählt als Stundenzahl, beruhigt mich sehr. Danke, das hilft mir für nächste Woche wirklich!