Bei uns läuft manchmal eine Folge einer Kindersendung, wenn ich alleine bin und dringend kochen oder mal zehn Minuten durchatmen muss. Danach habe ich fast immer ein schlechtes Gewissen, weil man überall liest, dass Bildschirm für Kleinkinder ja quasi Gift sei. Gleichzeitig ist eine ruhige Viertelstunde manchmal einfach nötig. Wie handhabt ihr das Thema, ohne euch verrückt zu machen oder in die Dauerberieselung zu rutschen?
Wie viel Bildschirmzeit ist bei Kleinkindern okay?
Gestartet von gipfelstürmer · 14. Juni 2026
Ein schlechtes Gewissen musst du dir für eine Folge beim Kochen wirklich nicht machen, ehrlich.
Bei uns haben sich ein paar Dinge bewährt. Erstens feste, kleine Zeiten statt spontan-diffus: Es gibt eine klar angekündigte Situation, in der geschaut wird, und danach ist der Bildschirm wieder aus, ohne Verhandlung. Diese Berechenbarkeit hat die ewigen 'nur noch eine Folge'-Diskussionen fast beendet. Zweitens suchen wir die Inhalte bewusst aus, und drittens setze ich mich, wenn es geht, kurz dazu und wir reden hinterher darüber, was sie gesehen hat.
Entscheidend ist die Balance über den Tag und die Woche, nicht der einzelne Moment.
> feste, kleine Zeiten statt spontan-diffus
Genau das, @rasenmähermann. Wir knüpfen es fest an bestimmte Situationen, dann gibt es keine Dauerdiskussion. Bei uns ist es an manchen Tagen nach dem Mittagessen, immer gleich. Und ganz wichtig für uns: danach bewusst raus an die frische Luft, damit klar ist, dass Bildschirm nur ein kleiner Teil ist.
Feste, angekündigte Zeiten statt spontan, das leuchtet mir sofort ein, weil bei uns genau das spontane 'nur mal schnell' zum Problem wird. Und das gemeinsame Drüberreden gefällt mir, dann ist es wenigstens Zuwendung statt reines Wegparken. Danke @rasenmähermann und @T-Doc!