Meine Frau geht am Wochenende zum ersten Mal seit der Geburt für ein paar Stunden weg, was ihr absolut zusteht. Und ich sitze hier und habe, so irrational das klingt, richtig Bammel, drei Stunden allein mit unserer acht Wochen alten Tochter zu sein. Was, wenn sie durchweint, was, wenn beim Wickeln was schiefgeht? Habt ihr Tipps für den ersten Solo-Einsatz, damit ich nicht ständig auf die Uhr schaue?
Erstes Mal alleine mit dem Baby - ich hab echt Bammel
Gestartet von retro_rudi · 19. Juni 2026
Dieser Bammel ist völlig normal und ehrlich gesagt ein gutes Zeichen, weil er zeigt, wie ernst du deine Verantwortung nimmst. Aber du kannst das!
Mein Rat: Handy für den Notfall bereithalten, aber widersteh dem Drang, bei jedem Mucks zu googeln oder deine Frau anzurufen. Das Grundprogramm ist überschaubar: wickeln, füttern, tragen, ruhige Stimme, vielleicht rausgehen. Wenn sie weint und du nicht sofort weißt warum, geh die Liste durch: Hunger, Windel, müde, zu warm, zu kalt, will hochgenommen werden. Und wenn nichts passt, will sie einfach deine Nähe.
> Handy für den Notfall ... aber widersteh dem Drang ... zu googeln
Haha, ertappt, das musste ich auch lernen @christian1980. Ganz praktisch: Bereite alles vor, bevor deine Frau geht. Wickelsachen griffbereit, Flasche vorbereitet, frische Bodys parat, alles in Reichweite. Wenn du nicht mit Baby auf dem Arm nach Feuchttüchern suchen musst, ist die Hürde gleich viel niedriger. Und stell dir nicht zu viel vor für die Zeit, nur du und sie, das reicht.
Durchatmen statt googeln und vorher alles griffbereit legen, das merke ich mir. Und die 'Weinen-Checkliste' Hunger, Windel, müde, Nähe gibt mir eine Art Fahrplan, das beruhigt mich jetzt schon, danke @christian1980 und @sofa_general_01. Ich glaub, ich pack das :)
@retro_rudi, du packst das wirklich. Ich hatte beim ersten Alleinsein mit unserer Tochter auch Schweißhände, obwohl objektiv nichts Dramatisches anstand. Was mir geholfen hat: nicht auf die perfekte Stimmung warten. Babys weinen eben manchmal, auch wenn man alles richtig macht. Diese Checkliste Hunger, Windel, müde, Nähe ist super, aber wenn danach immer noch Gebrüll ist, bist du nicht automatisch gescheitert. Dann tragen, leise sprechen, vielleicht an die frische Luft vor die Tür. > vorher alles griffbereit legen Absolut, @sofa_general_01. Ich hatte damals sogar zwei Bodys im Wohnzimmer liegen. Und danach war ich ehrlich stolz, als meine Frau zurückkam und beide noch lebten :)
@retro_rudi, du packst das wirklich. Ich hatte beim ersten Alleinsein auch schweißnasse Hände, obwohl objektiv nur zwei Stunden anstanden. Was mir geholfen hat, war genau diese Checkliste: Hunger, Windel, müde, Nähe, Temperatur. Und dann nicht alle drei Minuten die Strategie wechseln. Babys merken auch, wenn wir hektisch werden. Ich habe mir vorher alles wie @sofa_general_01 geschrieben hat hingelegt, sogar den Ersatzbody aufgeknöpft. Klingt übertrieben, aber wenn das Baby brüllt, ist man dankbar für jeden Handgriff, den man nicht suchen muss. Danach war ich richtig stolz auf mich :)
@retro_rudi, dieses „Ich glaub, ich pack das“ ist eigentlich schon die halbe Miete :) Beim ersten Alleinsein mit unserem Baby hatte ich auch diesen inneren Alarmmodus. Ich saß da, als müsste ich gleich eine Prüfung bestehen, dabei musste ich nur da sein.
Die Checkliste Hunger, Windel, müde, Nähe, Temperatur finde ich super, aber ich würde noch ergänzen: Wenn alles abgearbeitet ist und das Baby trotzdem weint, heißt das nicht automatisch, dass du versagst. Manchmal ist die Welt einfach zu viel. Dann tragen, ruhig atmen, leise sprechen oder auch mal gemeinsam auf dem Sofa sitzen.
Mir half, vorher eine kleine Station aufzubauen: Windeln, Spucktuch, Flasche bzw. alles fürs Füttern, Wasser für mich, Handy auf laut. Nicht zum Googeln, sondern falls wirklich was ist. Danach: nicht jede Minute bewerten. Du lernst dein Kind dabei kennen.