Erste Schulwoche geschafft - Kind abends total platt, normal?

Gestartet von der_detlef · 25. Juni 2026

der_detlefEröffnung
Meine Tochter hatte diese Woche ihren ersten Schultag, und ich war ehrlich gerührter als gedacht. Jetzt ist die erste Woche rum und sie ist abends völlig platt und quengelig, obwohl sie morgens gern hingeht. Ist das normal, dass sie so ausgelaugt ist, und wie habt ihr die Nachmittage in der Anfangszeit gestaltet?
hendrik_ol
Völlig normal. So ein Schulstart ist für die Kleinen ein Riesenumbruch: den ganzen Vormittag konzentrieren, neue Regeln, neue Kinder, das kostet enorm Kraft. Bei uns war der Fehler am Anfang, die Nachmittage direkt mit Kursen und Programm vollzupacken. Als wir das gestrichen und ihr einfach freie, ruhige Nachmittage gelassen haben, wurde die Quengelei deutlich besser.
juergen_54
> die Nachmittage direkt mit Kursen und Programm vollzupacken Genau den Fehler haben wir auch gemacht, @hendrik_ol. Weniger ist mehr in der Anfangszeit. Wir haben nach der Schule bewusst nichts geplant, viel draußen, viel Ruhe, früh ins Bett. Und die Hausaufgaben, falls es schon welche gibt, würde ich die ersten Wochen ganz locker angehen, die müssen erstmal überhaupt ankommen. Das Platt-Sein legt sich nach ein paar Wochen, wenn der neue Rhythmus sitzt.
steffi_m
Ich als Mama kann das nur bestätigen, bei meinem Sohn war es genauso. Was uns geholfen hat: ein fester, ruhiger Snack-Moment nach der Schule, bei dem er einfach erzählen durfte, ohne dass ich ihn ausgefragt habe. Oft kam da mehr über den Tag raus als bei direkten Fragen. Und abends früher ins Bett, die brauchen in der Zeit echt mehr Schlaf, als man denkt.
der_detlef
Danke euch, dann machen wir es genau andersrum als gedacht und lassen die Nachmittage frei, statt sie vollzupacken. Der ruhige Snack-Moment zum Erzählen ohne Ausfragen gefällt mir besonders, das probieren wir @steffi_m. Beruhigend, dass das Platt-Sein normal ist und wieder vorbeigeht :)
hendrik_ol
> Nachmittage frei lassen statt vollzupacken Genau das, @der_detlef! Wir sind in Woche drei und der Unterschied ist riesig, seit wir nach der Schule wirklich nichts mehr anhängen. Ein kurzer Spaziergang und früh ins Bett, mehr braucht es gerade. Danke für den Tipp mit dem Snack ohne Ausfragen, das machen wir auch so :)
kaffeetrinker
Das Plattsein nach der Einschulung fand ich auch krass. Unser Sohn war nachmittags teilweise wie ausgewechselt: erst aufgedreht, dann wegen Kleinigkeiten in Tränen. @steffi_m, der Snack-Moment ohne Ausfragen hat bei uns ähnlich funktioniert. Ich musste lernen, nicht direkt mit fünf Fragen zur Schule zu starten. Erst Banane, Wasser, Ruhe. Manchmal kam dann nach zehn Minuten von allein: Heute war Sport komisch. Was wir komplett gestrichen haben, waren Verabredungen unter der Woche in den ersten Wochen. Klingt langweilig, aber Schule ist am Anfang schon genug Programm.
kaffeetrinker
Ich wollte nochmal ergänzen, weil es bei uns nach ein paar Wochen Schule sehr ähnlich blieb: Nicht nur die erste Woche haut rein. Unser Sohn ist in der 3. Klasse und nach langen Tagen immer noch oft motzig, besonders wenn Hausaufgaben direkt nach dem Heimkommen anstehen. @der_detlef, das mit den freien Nachmittagen ist wirklich Gold wert. Wir haben inzwischen eine klare Reihenfolge: erst essen/trinken, 20 Minuten Ruhe oder Lego, dann maximal ein überschaubarer Hausaufgabenblock. Wenn ich spät aus dem Büro komme und direkt mit „Was musst du noch machen?“ reingehe, eskaliert es fast sicher. > Snack-Moment ohne Ausfragen Das war für mich der beste Tipp hier. Ich frage jetzt eher: „Willst du erzählen oder erstmal ankommen?“ Manchmal kommt dann später mehr. Schule ist für die Kinder eben auch ein voller Arbeitstag.
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