Besuch nach der Geburt - wie setzt ihr freundlich Grenzen?

Gestartet von strikers_79 · 1. Juli 2026

strikers_79Eröffnung
Seit der Geburt vor drei Wochen geben sich Besucher die Klinke in die Hand, allen voran Oma und Opa, die am liebsten täglich kämen. Wir freuen uns ja, aber ehrlich: Es ist oft zu viel. Kaum schläft das Baby, klingelt es, meine Frau kommt nicht zur Ruhe. Wie kommuniziert ihr Besuchsgrenzen, ohne dass sich die Großeltern zurückgewiesen fühlen?
Drehmoment_Mattes
Wir haben nach genau dieser Überforderung feste Besuchszeiten eingeführt, und das war die Rettung. An bestimmten Nachmittagen ist Besuchsfenster, sagen wir zwei Stunden, und außerhalb ist Familienzeit zum Ankommen. Seitdem müssen wir nicht mehr bei jedem Klingeln abwägen, weil der Rahmen klar ist. Niemand fühlt sich abgewiesen, weil es feste Zeiten gibt. Und im Moment selbst hilft ein freundlicher, klarer Satz: 'Wir freuen uns, dass ihr da seid, aber wir brauchen jetzt gerade Ruhe, kommt gern wieder.' Großeltern wollen meist nur helfen und verstehen das, wenn man es liebevoll sagt.
papierkram_hasser
> jeder redet mit seinen eigenen Eltern Den Punkt möchte ich noch ergänzen, weil er bei uns wichtig war: Meine Frau und ich haben abgesprochen, wer mit welcher Seite der Familie redet. Faustregel: Jeder redet mit seinen eigenen Eltern. Das kommt viel weniger verletzend an, als wenn die Grenze vom angeheirateten Teil kommt. Eine Stimme, eine klare Botschaft, von der 'richtigen' Person.
strikers_79
Feste Besuchsfenster statt Dauerklingeln und jeder redet mit seinen eigenen Eltern, das sind zwei richtig gute Ansätze. Vor allem der zweite löst wahrscheinlich das Problem, dass sich sonst jemand angegriffen fühlt. Danke @Drehmoment_Mattes und @papierkram_hasser, das probieren wir ab dieser Woche!
lena.87
Ich melde mich mal aus Partnerinnen-/Mama-Sicht, weil ich nach der Geburt unseres ersten Kindes genau diese Besuchswelle unterschätzt habe. Feste Fenster sind wirklich Gold wert, @Drehmoment_Mattes. Was ich noch ergänzen würde: Schreibt vorher eine kurze, freundliche Nachricht an alle, damit es nicht im Wochenbett diskutiert werden muss. Bei uns stand sinngemäß drin: Wir freuen uns, euch zu sehen, aber wir melden uns aktiv, wenn Besuch passt. Bitte nicht spontan vorbeikommen. Das hat erstmal Mut gekostet, weil man niemanden vor den Kopf stoßen will. Aber ehrlich: Wer euch liebt, hält das aus. Und @papierkram_hasser hat recht, die eigene Familie sollte man selbst bremsen. Ich war meinem Mann damals sehr dankbar, dass er seine Eltern liebevoll, aber klar abgefangen hat. Das hat mir viel Druck genommen :)
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