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Schwangerschaftsvorsorge ab 2027: Frauenärzte warnen vor Engpässen

Von Michael Schöttler ·

EU AI Act: Text ist vom Autor · Bilder KI erstellt

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Schwangere Frau und ihr Partner sitzen lächelnd in einem Wartezimmer einer Arztpraxis. (mit KI erstellt)

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 2027 sollen bisher extra bezahlte Leistungen wieder in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung einbezogen werden.
  • Frauenärzte warnen, dass Praxen bei steigendem Bedarf weniger Schwangere aufnehmen könnten.
  • Der GKV-Spitzenverband sagt, 2027 stehe für Vorsorge und Früherkennung kein Euro weniger bereit.
  • Eine Entscheidung zur konkreten Vergütung wird laut tagesschau.de bis Ende September erwartet.

Ich schaue bei solchen Meldungen sofort als Vater drauf: Wenn eine Schwangerschaft läuft, willst du nicht erst diskutieren, ob die Praxis noch Platz hat. Laut tagesschau.de soll sich ab 2027 die Art ändern, wie Vorsorge in der Schwangerschaft bezahlt wird.

Für werdende Väter in der Phase Papa werden heißt das: Noch ist nichts konkret gekippt, aber die Debatte kann für Termine und Arztwahl wichtig werden.

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Was soll sich ab 2027 ändern?

Laut tagesschau.de ändert sich ab 2027 die Finanzierung der Schwangerschaftsvorsorge. Bisher bekommen Frauenärzte für bestimmte Leistungen Geld außerhalb des begrenzten Praxisbudgets. Künftig sollen zahlreiche bislang zusätzlich vergütete Leistungen wieder in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung einbezogen werden, kurz MGV.

Der Rahmen kommt aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. tagesschau.de nennt damit eine gesetzliche Grundlage. Aus der MGV werden schon heute viele Leistungen niedergelassener Ärzte bezahlt. Der zuständige Bewertungsausschuss kann aber weiter festlegen, dass bestimmte Leistungen außerhalb dieses Budgets bezahlt werden, wenn das unter anderem Vorteile für Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit bringt.

Warum warnen Frauenärzte vor Problemen?

Der Frauenarzt Per Kistenbrügge aus Hannover befürchtet, dass das Geld nicht zum echten Bedarf in den Praxen passt. Er sagt laut tagesschau.de, dass Praxen nach aktuellem Stand Mittel bekommen könnten, die sich am Jahr 2025 orientieren und nicht am Bedarf im Jahr 2027. Als Beispiel nennt er ausdrücklich eine fiktive Zahl: Wenn er 2025 etwa 50 Schwangere betreut habe, stehe ihm 2027 Geld für 50 Schwangere zu.

Seine Sorge ist klar: Wenn zusätzliche Leistungen nicht voll bezahlt werden, könnten Praxen weniger Patientinnen aufnehmen. Johannes Neimann, Frauenarzt und Vorstandsmitglied der Ärztekammer Niedersachsen, hält es laut tagesschau.de für möglich, dass die Suche nach einer Frauenarztpraxis schwerer wird, falls die neue Finanzierung wirklich zu Einschränkungen führt.

Was sagen die Krankenkassen dazu?

Der GKV-Spitzenverband widerspricht der Sorge, dass die bisherige Vergütung für die Schwangerschaftsvorsorge gestrichen werde. Sprecher Florian Lanz sagt laut tagesschau.de, das Geld werde vollständig in die MGV überführt. Für 2027 stehe für Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen „kein Euro weniger“ bereit als bisher. Auch die Gesamtvergütung solle weiter jedes Jahr steigen. Wie stark sie im kommenden Jahr steigt, ist aber noch Teil der Verhandlungen.

Auch die AOK Niedersachsen sieht derzeit keine Gefahr für die Versorgung Schwangerer. Sie sagt, das bisher vorgesehene Geld bleibe ab 2027 erhalten. Ganz ausschließen will sie finanzielle Folgen bei steigender Nachfrage aber nicht: Wenn künftig mehr gynäkologische Leistungen erbracht werden, könnten diese nur anteilig bezahlt werden. Damit rechnet die AOK laut tagesschau.de aber nicht und verweist auf sinkende Geburtenzahlen in Niedersachsen.

Ab wann gilt das und wer entscheidet noch?

Schwangere Frau und Partner sitzen eng zusammen und schauen auf ein Smartphone in einem hellen Raum. (mit KI erstellt)
Werdende Eltern informieren sich über mögliche Änderungen bei der Schwangerschaftsvorsorge ab 2027.

Die Änderung soll bundesweit ab 2027 greifen. Wie die Schwangerschaftsvorsorge dann konkret bezahlt wird, ist noch nicht endgültig entschieden. Laut tagesschau.de verhandeln derzeit die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband über die konkrete Vergütung.

Eine Entscheidung wird bis Ende September erwartet. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hält die Sorgen der Frauenärzte für berechtigt und wirft den Krankenkassen in den laufenden Verhandlungen einen „reinen Sparkurs“ vor. tagesschau.de berichtet außerdem, dass Kinderärzte in einer ähnlichen Lage sind, weil Ausgleichszahlungen oberhalb der MGV ab 2027 abgestaffelt vergütet werden sollen.

Was bedeutet das für euch?

Meine Einordnung als Vater: Noch heißt diese Meldung nicht, dass Schwangere ab 2027 keine Vorsorge mehr bekommen. Das sagen die Krankenkassen ausdrücklich nicht. Aber wenn ihr gerade ein Kind plant oder eure Partnerin schwanger ist, würde ich Termine früh klären und bei der Praxis nachfragen, wie sie die Lage einschätzt.

Für werdende Väter ist vor allem wichtig, die Debatte nicht als Fachstreit abzutun. Wenn Praxen knapper planen, spürt ihr das nicht im Gesetzestext, sondern beim nächsten Anruf für einen Termin. Im Moment steht fest: Das Gesetz gibt den neuen Rahmen vor, die konkrete Ausgestaltung ist noch offen, und bis Ende September soll es dazu eine Entscheidung geben.

Häufige Fragen

Gilt die geplante Änderung bundesweit?

Ja. Die Meldung bezieht sich auf die gesetzliche Krankenversicherung und soll ab 2027 bundesweit greifen.

Ist die Versorgung Schwangerer ab 2027 schon gekürzt?

Nein. Laut tagesschau.de widerspricht der GKV-Spitzenverband dem Eindruck, die bisherige Vergütung werde gestrichen. Die konkrete Vergütung ist noch nicht endgültig festgelegt.

Wann soll es mehr Klarheit geben?

Laut tagesschau.de wird eine Entscheidung bis Ende September erwartet.

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Michael Schöttler

Michael Schöttler

Gründer von papa.de. Vater von drei Jungs, Unternehmer und dein Wegbegleiter durch alle Phasen des Vaterseins.

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