Studie: 14 bis 40 Wochen Elternzeit gehen bei Vätern mit weniger depressiven Symptomen einher
Von Michael Schöttler ·
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Das Wichtigste in Kürze
- Laut trendsderzukunft.de nahmen 746 junge Väter an der schwedischen Kohortenstudie teil.
- Väter mit 14 bis 40 Wochen Elternzeit zeigten in den ersten Lebensjahren ihres Kindes seltener depressive Symptome als Väter mit höchstens vier Wochen Auszeit.
- Für fünf bis 13 Wochen und für mehr als 40 Wochen zeigte die Studie laut Bericht nicht denselben Vorteil.
- trendsderzukunft.de nennt keine Primärquelle, die Studie lässt sich deshalb über den Bericht allein nicht unabhängig prüfen.
Ich schaue bei solchen Studien immer zuerst auf die Frage: Hilft das Vätern wirklich im Alltag, oder klingt es nur gut? Laut trendsderzukunft.de gibt es jetzt neue Daten aus Schweden, die längere Elternzeit auch mit Blick auf die Psyche von Vätern spannend machen.
Für uns Eltern in Deutschland ist das kein neues Gesetz, aber ein guter Anlass, über Rollen, Arbeit und Familie zu sprechen. Mehr Themen dazu sammle ich auf papa.de unter Allgemeines.
Inhaltsverzeichnis
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Stand der Meldung ist der 23. August 2026. Laut trendsderzukunft.de hat eine schwedische Kohortenstudie untersucht, wie lange Elternzeit Vätern psychisch guttun kann. Das Ergebnis: Bei Vätern, die zwischen 14 und 40 Wochen Elternzeit nahmen, traten in den ersten Lebensjahren ihres Kindes seltener depressive Symptome auf als bei Männern mit höchstens vier Wochen Auszeit.
Was hat die Studie konkret gefunden?
Die Studie umfasst 746 junge Väter mit einem Durchschnittsalter von knapp 34 Jahren. Laut trendsderzukunft.de zeigten Männer mit 14 bis 40 Wochen Elternzeit seltener depressive Symptome als Väter, die höchstens vier Wochen pausierten. Für fünf bis 13 Wochen ließ sich dieser Vorteil dem Bericht zufolge nicht zeigen. Auch bei mehr als 40 Wochen Elternzeit fand die Studie nicht denselben Effekt.
Wichtig ist die genaue Form: Es geht um depressive Symptome, nicht um gesicherte Diagnosen bei jedem einzelnen Vater. Die Väter beantworteten standardisierte Fragen, als ihr Kind rund 9 und rund 27 Monate alt war. Später wurde abgefragt, wie lange sie Elternzeit genommen hatten.
Wer steckt hinter den Daten?
Nach dem Bericht stammt die Studie vom Karolinska-Institut. Genannt werden Jingyi Wang und Michael B. Wells als Teil des Forscherteams. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse laut trendsderzukunft.de im American Journal of Public Health.
In die Auswertung flossen dem Bericht zufolge auch frühere Symptome, familiäre und sozioökonomische Faktoren sowie die Elternzeit der Mutter ein. Zugleich nennt trendsderzukunft.de keine Primärquelle. Die Studie lässt sich deshalb über den Bericht allein nicht unabhängig prüfen.
Gilt das jetzt für Väter in Deutschland?

Rechtlich ändert sich in Deutschland durch diese Studie nichts. Sie ist kein Gesetz und keine neue Vorgabe für Arbeitgeber oder Familienkassen. Sie liefert aber einen Hinweis, der für Väter hierzulande relevant ist: Elternzeit ist nicht nur ein Planungsblock im Kalender, sondern kann auch mit der eigenen seelischen Lage zu tun haben.
Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass Schweden für solche Studien gut passt, weil jedem Elternteil dort 90 nicht übertragbare Tage Elternzeit zustehen und Väter oft länger aus dem Job herausgehen. Das ist ein anderer Rahmen als in Deutschland. Deshalb sollte man die Zahlen nicht eins zu eins als Regel für jede Familie lesen.
Was bedeutet das für uns Väter?
Meine Einordnung als Vater von drei Söhnen: Die spannendste Zahl ist für mich nicht nur die 14. Spannend ist, dass sehr kurze Elternzeit offenbar nicht denselben Raum schafft. Wer nur kurz raus ist, erlebt vielleicht die ersten Tage, aber kaum den echten Familienalltag mit Rhythmus, Unsicherheit, Nähe und wachsender Routine.
Gleichzeitig zeigt der Bericht Grenzen. Die möglichen Gründe sind nicht belegt. Genannt werden Bindung, mehr Sicherheit in der Vaterrolle und Alltag mit dem Kind. Sehr lange Zeit weg vom Beruf kann aber auch Druck bringen, etwa durch Geld oder Jobfragen. Außerdem blieben Punkte wie die Qualität der Partnerschaft außen vor, und Selbstauskünfte sind nicht immer verlässlich.
Für mich heißt das: Wenn ihr Elternzeit plant, lohnt sich die Frage, ob ein längerer Block für euch machbar ist. Nicht, weil eine Studie eure Familie kennt. Sondern weil Väterzeit mehr sein kann als Hilfe für die Mutter. Sie kann auch euch selbst stabilisieren.
Häufige Fragen
Welche Elternzeitdauer war in der Studie mit selteneren depressiven Symptomen verbunden?
Laut trendsderzukunft.de zeigte sich der Zusammenhang bei Vätern mit 14 bis 40 Wochen Elternzeit.
Ändert die Studie etwas an der Elternzeit in Deutschland?
Nein. Die Studie ändert kein deutsches Recht. Sie liefert nur einen Hinweis für die Debatte um Väter, Elternzeit und psychische Gesundheit.
Wie viele Väter nahmen an der Studie teil?
Laut trendsderzukunft.de nahmen 746 junge Väter mit einem Durchschnittsalter von knapp 34 Jahren teil.
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