Kinderzuschlag 2027: Bis zu 300 Euro weniger je Kind möglich
Von Michael Schöttler ·
EU AI Act: Text ist vom Autor · Bilder KI erstellt
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Das Wichtigste in Kürze
- Laut gegen-hartz.de soll der Sofortzuschlag von 25 Euro je Kind im Kinderzuschlag gestrichen werden.
- Rechnerisch wären das bis zu 300 Euro weniger pro Kind und Jahr, bei zwei Kindern bis zu 600 Euro.
- Der Entwurf soll grundsätzlich am 1. Januar 2027 in Kraft treten, endgültige Werte für 2027 stehen noch nicht fest.
- Die Bundesregierung rechnet laut Entwurf mit 150 Millionen Euro mehr Ausgaben beim Grundsicherungsgeld.
Ich schaue bei solchen Geldthemen immer zuerst auf die Monatsrechnung einer Familie. Laut gegen-hartz.de soll beim Kinderzuschlag ab 2027 der Sofortzuschlag von 25 Euro je Kind wegfallen.
Für Väter und Eltern mit kleinem Einkommen ist das kein Randthema, sondern Teil von Alltag und Haushaltsplan. Wenn pro Kind rechnerisch bis zu 300 Euro im Jahr fehlen, kann das gerade bei Miete, Kita, Schule und Essen spürbar sein.
Inhaltsverzeichnis
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Was soll sich beim Kinderzuschlag ändern?
Beim Kinderzuschlag soll ab 2027 der Sofortzuschlag von 25 Euro je Kind wegfallen. Das berichtet gegen-hartz.de am 22. August 2026 unter Verweis auf den Entwurf des Haushaltsbegleitgesetzes 2027.
Konkret geht es laut gegen-hartz.de um Artikel 7 des Entwurfs. Dort soll § 6a Absatz 2 Satz 4 des Bundeskindergeldgesetzes gestrichen werden. Genau dieser Satz erhöht den errechneten Höchstbetrag derzeit um den Sofortzuschlag von 25 Euro.
Im Jahr 2026 können Eltern höchstens 297 Euro Kinderzuschlag pro Kind und Monat erhalten. Wichtig: Die 25 Euro kommen nicht zusätzlich obendrauf, sondern stecken laut gegen-hartz.de bereits in diesen 297 Euro. Fallen sie für zwölf Monate weg, ergibt das rechnerisch bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr.
Ab wann gilt das und für wen?
Der Entwurf soll grundsätzlich am 1. Januar 2027 in Kraft treten und gilt bundesweit. Der Gesetzentwurf wurde dem Bundesrat laut gegen-hartz.de am 14. August 2026 zugeleitet. Die Frist für dessen Stellungnahme läuft bis zum 25. September 2026.
Der Kinderzuschlag wird von der Familienkasse gezahlt. Er richtet sich an Eltern, deren Einkommen für den eigenen Bedarf reicht, aber nicht für den Bedarf der ganzen Familie. Paare müssen grundsätzlich mindestens 900 Euro brutto im Monat verdienen, Alleinerziehende mindestens 600 Euro brutto.
Eine Schutzregel für bereits laufende Bescheide nennt gegen-hartz.de nicht. Kinderzuschlag wird grundsätzlich für sechs Monate bewilligt. Wie Bescheide über den Jahreswechsel behandelt werden, hängt also vom fertigen Gesetz und von der Praxis der Familienkasse ab.
Warum kann das Familien Richtung Jobcenter drücken?
Laut gegen-hartz.de rechnet die Bundesregierung durch die Streichung beim Kinderzuschlag mit 450 Millionen Euro weniger Ausgaben pro Jahr. Gleichzeitig nennt der Entwurf 150 Millionen Euro zusätzliche Ausgaben beim Grundsicherungsgeld.
Das ist der heikle Punkt: Manche Familien kommen heute mit Arbeit, Kindergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld knapp ohne SGB II aus. Wenn 25 Euro je Kind fehlen, kann diese Rechnung kippen. Gegen-hartz.de nennt als Beispiel die Grenze von höchstens 100 Euro, die unter weiteren Voraussetzungen fehlen dürfen, damit Kinderzuschlag trotzdem gezahlt werden kann.
Bei zwei Kindern wären 50 Euro im Monat betroffen. Aus einer Lücke von 80 Euro könnten dann 130 Euro werden. Dann wäre die genannte Grenze überschritten, wenn sonst alles gleich bleibt.
Was bedeutet das für euch?

Fakt ist: Noch ist der konkrete Höchstbetrag für 2027 nicht endgültig bekannt. Gegen-hartz.de schreibt ausdrücklich, dass eine einfache Rechnung mit 272 Euro Kinderzuschlag für 2027 in die Irre führen kann. Der Betrag wird jedes Jahr neu berechnet.
Meine Einschätzung als Vater: Für Familien, die ohnehin knapp planen, ist die Unsicherheit schon jetzt belastend. 25 Euro klingen in einer politischen Debatte klein. Im echten Familienmonat sind das Windeln, Schulessen, ein Teil vom Wocheneinkauf oder Sprit für den Weg zur Arbeit.
Besonders genau hinschauen müssen Eltern mit mehreren Kindern, Alleinerziehende und Familien, die zusätzlich Wohngeld beziehen. Laut gegen-hartz.de erwartet der Bund auch beim Wohngeld Einsparungen von ungefähr 40 Millionen Euro im Jahr, weil ein Teil der Fälle in das Grundsicherungsgeld rutschen könnte.
Was steht noch nicht fest?
Noch nicht fest steht, wie hoch der Kinderzuschlag 2027 am Ende wirklich ausfällt. Steigt der regulär errechnete Betrag, könnte ein Teil des wegfallenden Sofortzuschlags rechnerisch aufgefangen werden.
Wichtig ist auch: Artikel 7 des Entwurfs betrifft laut gegen-hartz.de zunächst den Kinderzuschlag im Bundeskindergeldgesetz. Eine bereits beschlossene Streichung des 25 Euro Zuschlags für Kinder im SGB II lässt sich daraus nicht ableiten.
Häufige Fragen
Wie viel Kinderzuschlag ist 2026 höchstens möglich?
Laut gegen-hartz.de sind 2026 höchstens 297 Euro pro Kind und Monat möglich. Der Sofortzuschlag von 25 Euro ist darin bereits enthalten.
Wann soll die Änderung kommen?
Der Entwurf soll grundsätzlich am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Der Bundesrat kann bis zum 25. September 2026 Stellung nehmen.
Verliert jede Familie 2027 genau 25 Euro pro Kind und Monat?
Nein. Laut gegen-hartz.de steht der tatsächliche Höchstbetrag für 2027 noch nicht fest, weil er jedes Jahr neu berechnet wird.
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